Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

GTS MAGAZIN 1

22 JUBILÄUMSAUSGABE G E H E I M T I P P S T U T T G A R T nach fast 9 Jahren laufe ich nun hier durch die Straßen und denke „Mein Stuttgart“. Die Mischung aus Großstadt und Natur find ich hier so herrlich. Was ich toll finde ist, dass Stuttgart kulturell gesehen so viel zu bieten hat. An jeder Ecke gibt es ein Theater. Nur leider gehe ich viel zu selten rein. Bist du denn gleich mit den Schwaben zurechtgekommen? Die Schwaben haben ja nicht grad den Ruf „Neigschmeckte“ mit offenen Armen zu empfangen. Ich habe hier Freunde fürs Leben gefunden. Obwohl ich geborene Hessin bin, bin ich wohl im Herzen schon zur Schwäbin mutiert. Wenn meine Eltern das hier lesen, bringen sie mich um. (Felixa lacht) Bist du eher ein Partygirl oder chillst du lieber am Wochenende? Als Partygirl würd ich mich nicht bezeichnen. Aber nicht, weil ich nicht feiern gehen will, sondern weil mir leider oft die Zeit fehlt. Manchmal denk ich mir: Mensch Felixa, du solltest mal öfter weggehen! Aber wenn ich es mir fest vorgenommen habe, hat keiner Zeit oder umgekehrt. An den Wochenenden muss ich meistens spielen und stehe im Ra- dio - unter der Woche gucken mich dann alle komisch an, wenn ich frage wer am Dienstag Lust auf Party hat. Und natürlich geh ich auf den Wasen und aufs Frühlingsfest…wenn man schon in Bad Cannstatt wohnt. Hast du denn einen Geheimtipp für unsere Leser? Im Sommer bin ich jeden freien Tag am Stadtstrand in Bad Cannstatt beim Volleyball spielen. Das Coole ist, dass man sofort mit Leuten ins Gespräch kommt. Der Park hier ist auch wunderschön. Ansonsten bin ich gerne in der Markthalle. Einfach toll, welche Auswahl die haben. Ein kulinarischer Geheimtipp ist definitiv der „Ackerbürger“ in Bad Cannstatt. Was würdest du angehenden Schauspielstudenten für einen Tipp mit auf den Weg geben? Man muss es unbedingt wollen und sich die Frage stellen: Kann man mit der Unge- wissheit leben, kein regelmäßiges Einkom- men zu haben? Nur 5% aller Schauspieler können von Ihrem Job leben. Das sollte jedem klar sein. Außerdem ist der Körper eines Schauspielers sein Werkzeug, wie für einen Maurer die Kelle. Das Schlimme dabei ist, dass Kritik immer persönlich zu verstehen ist. Man muss lernen, damit umzugehen. Natürlich muss man Ideen, Vielfalt und Kreativität haben, wenn man sein eigenes Ding aufziehen will. Talent, Glück und Connections gehören aber auch dazu. Was ist für dich das Besondere beim Radio? Es macht wahnsinnig viel Spaß, ist aber auch ganz schön anstrengend. Multita- sking hoch zehn! Der Sendeplan muss eingehalten werden, das Backtiming kommt dazu, Wetter und Verkehrsmel- dungen, Moderationen schreiben, Themen finden, Interviews führen, die Show fahren, die Technik beherrschen und vieles, vieles mehr. In Stresssituationen cool bleiben, in Sekundenschnelle richtig reagieren, die Zeit nie aus dem Auge verlieren. Ich bin schon froh, wenn ich es zwischen zwei Songs mal schnell aufs Klo schaffe. Und natürlich viel Kreativität und Leidenschaft - ohne die funktioniert Radio nicht. Bei mir ging es vor allem um unglaubliches Glück. Ich war einfach zur richtigen Zeit am rich- tigen Ort. Normalerweise macht man ja erstmal ein Praktikum und ein Volontariat beim Radio, bevor man ans Mikro darf. Ich hab einfach mal 10 Schritte übersprungen. „Learning by doing“ ist in der Medienwelt glaub ich generell das A und O. Vor der ersten Livesendung konnte ich Nächte lang nicht schlafen und hab gezittert wie Espenlaub vorm Mikro. Aber schon nach dem ersten Satzdachte ich: Was für ein geiler Job! Was magst du an Stuttgart? Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Am Anfang fand ich Stuttgart ziemlich hässlich und hatte viel Heimweh. Aber M E H R Ü B E R F E L I X A G I B T E S U N T E R : www.felixa-dollinger.com

Seitenübersicht